Am Abend des 12. August 2026 sieht das ganze Land eine
tiefe partielle Sonnenfinsternis. Der Bedeckungsgrad fällt sauber von
Südwesten nach Nordosten ab: 90,3 % in Freiburg (Baden-Württemberg), 84,4 % in Rostock
(Mecklenburg-Vorpommern). Der Grund liegt südwestlich von uns: Dort, über
Nordspanien, zieht der Kernschatten des Mondes durch — je näher ein Ort
daran liegt, desto tiefer taucht er in den Halbschatten.
Bedeckungsgrad Stadt für Stadt
Diese Karte ist eine eigene Näherung. Jeder Punkt ist
eine Stadt unseres Datensatzes, gesetzt in einer einfachen
äquirektangulären Projektion (Längen- und Breitengrad direkt auf x und y,
in x mit dem Kosinus der mittleren Breite skaliert). Es ist nicht die offizielle Schattenbahn des Mondes, und es ist keine
Landesgrenze eingezeichnet — die Silhouette entsteht allein aus der Lage
der Städte. Die offizielle Bahn, Sichtbarkeitskarten und die Umstände für
beliebige Koordinaten veröffentlicht das spanische Instituto Geográfico
Nacional unter eclipses.ign.es.
Achtung bei der Uhrzeit: Das Maximum liegt je nach Ort zwischen 20:06 Uhr (Rostock) und 20:17 Uhr (Freiburg) MESZ — und die Sonne
steht dabei nur 1,8–6,4° über dem Horizont. In 79 der 81 Städte geht sie unter,
bevor die Finsternis zu Ende ist.
So lesen Sie die Karte
Bedeckte Sonnenscheibe
Je dunkler der Punkt, desto mehr Sonne verdeckt der Mond im
Maximum: vom hellen Sandgold der Ostseeküste (84,4 %)
bis zum dunklen Braun des Oberrheins (90,3 %).
Beschriftete Städte
Die größeren Punkte mit Namen und Prozentwert führen direkt zur
Seite der Stadt: Zeitachse, Sonnenhöhe, Sicherheitshinweise. Alle
übrigen Städte stehen in der vollständigen Rangliste.
Kein Totalitätsstreifen
Auf dieser Karte ist bewusst keine Totalitätszone eingezeichnet —
es gibt in Deutschland keine. Die nächste Gemeinde mit mehr als
anderthalb Minuten Totalität ist Lagata (Zaragoza)
in Nordspanien, rund 1.233 km südwestlich von Frankfurt am Main.
Die Karte in Zahlen: Bundesland für Bundesland
Spannweite des Bedeckungsgrads unter den Städten jedes Bundeslandes,
und die Uhrzeit des Maximums in der jeweils am tiefsten verfinsterten
Stadt:
Wir haben keine Küstenlinie und keine Grenze gezeichnet: Die 81 Punkte sind die Städte unseres Datensatzes, projiziert
aus ihren echten Koordinaten. Die Umstände jedes Punktes — Bedeckungsgrad,
Uhrzeiten, Sonnenhöhe — stammen aus derselben Berechnung, die auch die
Stadtseiten speist: Ephemeriden DE440s des JPL, abgeglichen mit dem
spanischen Instituto Geográfico Nacional (
eclipses.ign.es).
Für die Wetteraussichten am Tag selbst gilt die Vorhersage des Deutschen
Wetterdienstes (dwd.de).
Und unabhängig vom Standort: In Deutschland gibt es an diesem Abend
keinen einzigen Moment, in dem der Blick in die Sonne ohne zertifizierte
Finsternisbrille erlaubt wäre.
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